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Ein ganz perfekter Tag ...


... endet bei mir momentan fast schon zwangsweise mit Sascha beim Schoko-Minzeis löffeln.  

Meine Mutter hält uns für komplett verrückt, weil es (Vorsicht Zitat) “... schrecklich kalt und nicht normal ist, bei diesen Temperaturen Eis zu essen.” ... des Weiteren folgten dann Drohungen, dass wir “wenn es uns eh zu warm ist” öfter mit Spike gassi gehen müssen.

Sascha - von seinem jugendlichen Leichtsinn und purer Naivität getrieben - fand die Idee klasse. “Mit Spike gassi gehen... nette Abwechslung.” -.- Energisch - ich genervt - spurtete er - ich trottete - nach draußen. Kurze Standprobe. Geschocktes nach Innen sprinten (diesmal wir Beide inklusive Hund). 

Zitternd verkrochen wir uns in der Küche und schrieen in hohen Tönen nach einem Tee, einem Kakao, oder gleich das, was Bernhardiner immer in ihren Fässchen für Erfrierende haben. Leider hatte Sascha immer noch nicht aufgegeben - er wollte mit Spike gassi. (Aber warum um alles in der Welt muss ich mit?!)
Gut. Diesmal aber richtig.
3 Strumpfhosen und eine Jeans später war ich nicht mehr fähig mich hinzusetzen. Ich konnte einfach nicht mehr in die Knie gehen - und auch meine Stiefeletten erschienen plötzlich schrecklich eng um die Zehen herum.
Es war ein Wunder, dass ich so die Treppen runtergekommen bin (und auch wieder hoch! Ein Wunder...)  

Mit 3 Strumpfhosen, einer Jeans, 2 Shirts, einem Pulli, einem Mantel, Handschuhen, Schal und Mütze bewaffnet stemmte (anders kann man es nicht mehr ausdrücken) ich mich in die Küche. Wo ich mit schallendem Gelächter empfangen wurde. Ich hatte das Gefühl, dass sogar Spike unheimlich kichernd gebellt hat ... .  

Nächster Versuch also. Und siehe da: Mir war nicht kalt. Okay, die Blutzufuhr zu meinen Beinen wurde durch die 3 Strumpfhosen abgeschnitten und okay, meine Zehen liefen deshalb fast blau an - und ja, okay, ich sah aus, als wäre ich um das fünffache in die Breite gegangen - und okay, bewegen konnte ich mich auch nicht, aber es war warm.
“Also? Große Runde?” fragte ich schielend, und das Gesicht von Sascha sah mehr nach Eiszapfen aus als nach Mensch, doch mutig hauchte er ein “Jaja, schon klar” (Richtig sprechen konnte er zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr - seine Lippen waren in eine starre Form gefroren...)  

Ca. 3 Stunden später hatte ich kein Gefühl mehr in meinen Zehen, und Sascha hatte scheinbar nirgendwo mehr Gefühl. Er meinte, man könne ihn jetzt getrost operieren, schockgefroren wie er ist, wäre das die wohl beste Betäubung überhaupt.  

Als wir wiederkamen, bot meine Mum uns erstmal eine heiße Schokolade an, die Sascha gerne annahm - ich allerdings blieb dann doch beim Schoko-Minzeis. Und was soll ich sagen? 1,5 Liter Eis für mich ganz allein.

Eure Marina (2005/06)

 
     
 

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