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(Marina Kleinlein)

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Rainbow - Das Onlinemagazin für Kids und Teens

Marina Kleinlein
(Chefredakteurin von 2003 - 2007)


Chefredakteurin am Steuer


Okay, ich bin erst 15 - aber trotzdem der Meinung, dass man früh genug damit anfangen sollte. Man muss doch Erfahrungen sammeln, um sich später nicht komplett zu blamieren....
Ich halte mich auf keinen Fall für zu jung oder unreif... ich bin sehr reif für mein Alter! Sicher, zuuu früh ist auch nichts, aber 15 ist doch wohl okay?! 

- Ihr wisst inzwischen sicher wovon ich rede: Autofahren! 

Mit obigen Argumenten habe ich es nach stundenlangem betteln schließlich auch geschafft, meinen Vater davon zu überzeugen, dass es nur Vorteile mit sich bringt, wenn er mir sein Auto zur Verfügung stellt, damit ich damit am Übungsplatz herumkurven kann. Als wir endlich da waren, setzte ich mich mit erwartungsvoller Aufregung hinters Steuer.  

"Und was machst du jetzt als erstes?" fragte mein Vater mich, mit dem Charme eines Kindergärtners, der einen auf Fahrlehrer macht. "Spiegel einstellen." Mein Vater nickte stolz - bis er sah, dass ich den Spiegel nur so einstellte, dass ich meinen Lippenstift nachziehen konnte... Einige Vorträge über "gewissenhaftes Fahren" später durfte ich also aufs Gas-Pedal treten - dachte ich. 
Gerade hatte ich das Pedal angetippt, vernahm ich ein gequältes
"NEIN" vom Beifahrersitz. Mein fragender Blick wurde sogleich mit einem "Du musst das gefühlvoller machen - nicht so ruppig - das ist ein Auto!" Ja, richtig... Pures Metall... ist schon klar, dass ich da was kaputtmachen könnte,... *augen verdreh*.... 

Als ich es also endlich geschafft hatte, das Gaspedal gefühlvoll, sanft und äusserst emotional durchzudrücken, fuhr ich - stolz wie Holz - (um es in Sashas Worten auszudrücken) über den Übungsplatz. 
Eine Kurve Links, einen verzweifelten Vater rechts auf dem Beifahrersitz.
Witzig wurde es erst, als ich in einer Rechtskurve den Motor abwürgte. Den Motor abzuwürgen, hatte ich zwar bereits mehrmals geschafft, aber noch nie mitten in einer Kurve... "Fährst du mich bitte hier raus?" fragte ich mit zuckersüßer Stimme. 

"Nein, das musst du schon selbst schaffen" Mein Vater saß erwartungsvoll da - während ich ihm erklärte, dass dabei er, ich und das Auto schwer zu Schaden kommen werden. Zwar zuckte er kurz, als ich erwähnte, dass dem Auto etwas passieren könnte, doch er blieb hart: Fahr selbst. Naja, wenn er das kann, kann ich das auch, dachte ich - blieb bei meiner Meinung, und somit stur - mit verschränkten Armen - hinter dem Steuer sitzen.

Nach längerem Anschweigen (20 Minuten) und anschließendem Streit (10 Minuten) war unsere Stunde auf dem Übungsplatz auch schon wieder vorbei und mein Vater setzte sich widerwillig ans Steuer. Ich lächelte triumphierend und nahm auf dem Beifahrersitz platz. "Hätten wir keine zeitliche Begrenzung, hätte ich nicht nachgegeben, hörst du?" - die Antwort meinerseits war ein überhebliches Grinsen und die Gewissheit, dass er sowieso aufgegeben hätte. 

Einige böse Blicke von den anderen Autofahrern - die waren wohl sauer, dass wir eine halbe Stunde lang eine Straße blockiert hatten - und schon waren wir wieder auf "normaler" Straße - wo das Autofahren von Minderjährigen verboten ist, ich weiterhin durch die Gegend kutschiert werde, während der Fahrt gerne auch in den Sekundenschlaf verfallen kann, es niemanden kümmert, wenn ich auf der Autobahn meinen Lippgloss nachziehe - zumindest noch die nächsten 3 Jahre.

Eure Marina (2005/06) 

 
     
 

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